St Marx für Alle – Nein zur Halle


Am Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes – dem 17. April – versammelten sich bei Solila jung und alt. Es wurde gekocht, gejätet, geerntet, Bänke geschleppt, Stockbrotteig vorbereitet, Wasser geholt, die Tröpfchenbewässerung repariert und vieles mehr. Wichtig unter all dem Trubel war jedoch, dass ein Banner gemalt wurde um Solidarität mit dem Freiraum St. Marx für Alle zu zeigen. Ein Freiraum der kürzlich brutal geräumt wurde um einer profitorientierten Stadtpolitik zu weichen. Künftig wird es statt freiem Zugang und kreativen Gestaltungsräumen teuren Konsum geben.

Am anderen Ende der Stadt begannen die Bauarbeiten für den Lobautunnel. Ähnlich kopflos ging die Stadt (SPÖ) hier vor und baute trotz aller Widerstände die Stadtstraße (Autobahn) mit einem dreistelligen Millionenbudget, als Anschluss für einen Tunnel, der zu dieser Zeit von Politik und Wissenschaft bereits als Unsinn eingestuft wurde. Ob der Tunnel jemals zustande kommen wird ist nach wie vor mehr als fraglich. Trozdem werden hier die wertvollsten Böden abgebaggert und versiegelt. Verbliebene Freiflächen, verpachtet die Stadt zu überteuerten Preisen an Garteninitiativen. Hier verlangt die Stadt 4900€/ha. Normale Pachtpreise im agrarisch intensiv genutzen Marchfeld liegen zwischen 500 und 1000€, während die Preise im Rest von Niederösterreich eher bei 300-400€ liegen. Stadt an fossilen Projekten zu sparen, kürzt die Stadt lieber soziale Projekte wie etwa das Amerlinghaus, die Mindestsicherung für Geflüchtete und erhöht die Öffi-Preise.

Wir freuen uns über jeden Widerstand, ob in St. Marx, in der Lobau oder überall sonst, wo dem Kapitalismus freien Lauf gelassen wird und die Zerstörung der Naturressourcen vorangetrieben wird, denn: resistance ist fertile!